Rethink Fashion: Umweltschutz goes chic

Kleiner Säulenkaktus in Tonübertopf mit Damenhandtasche in Dunkelbraun auf Holzuntergrund. © Copyright Bettina Katscher 2020
© Copyright Bettina Katscher 2020

Umdenken jetzt!

Vielleicht hast du auch einiges geändert (oder ändern müssen) und neu überdacht?

Dieses Jahr neigt sich so ganz allmählich seinem Ende zu. Es hatte durchaus seine unvorhergesehenen Herausforderungen! Social distancing, Corona und alles, was damit zusammenhängt. Allerdings bedeutete dieses Jahr auch, umdenken zu müssen. Das gilt sowohl für einzelne Menschen als auch für verschiedene soziale Gruppierungen, Firmen eingeschlossen.

Auch die Fashionindustrie hatte einige überraschende Wendungen parat, wie z.B., dass die Fashion Week im Jahr 2021 nach Frankfurt am Main verlegt wird. Aber auch die großen Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz haben zu neuen Sichtweisen und Ideen geführt.

Ab jetzt: Klar zur Wende!

Veränderungen machen uns zwar meist erst einmal Angst, was ein natürlicher Schutzmechanismus darstellt. Aber sie stehen im Gegensatz dazu auch für Innovation und neue Chancen. Manchmal ist es eben sehr wichtig, wenn man sagen kann: Auf zu neuen Ufern!

Viele beeindruckende Entwicklungen und Technologien hat uns das Jahr 2020 beschert. Und damit den Trend, neue Stoffe für die Modeindustrie herzustellen, um die Umwelt zu schonen weiter vorangetrieben. In den Fokus ist auch weiter Transparenz gerückt, Stichwort Lieferkettennachverfolgung.

5 Ideen für frischen Wind in Richtung stylischen Umweltschutz, und mehr Durchblick

  1. Das Fashionlabel Filippa K beispielsweise stellt Badeanzüge u. a. aus recycelten Fischernetzen her. Bracenet aus Hamburg hat eine weitere, angesagte Lösung für alte, im Meer absichtlich oder versehentlich treibenden Fischernetze gefunden, denn diese werden geborgen und dann zu Armbändern verarbeitet.
  2. Die dänische Marke Baum und Pferdgarten gibt Online-Besuchern die Möglichkeit, den gesamten Produktionsprozess samt Herstellungsort nachzuvollziehen.
  3. Leder aus Kaktus? Darauf kamen die mexikanischen Unternehmer Adrián López und Marte Cázarez von Desserto und entwickelten ihr veganes Bioleder aus Nopal-Kakteen, die sehr wenig Wasser zum Wachsen benötigen.
  4. Soziale Ressourcen stärken und Menschen vor Ort einzubeziehen ist das Firmenmotto von Nannacay (“brotherhood of women”) aus Brasilien. Denn Nannacay liefert handgefertigte, farbenfrohe Taschen mit Ethno-Elementen.
  5. Das Schmucklabel Wald Berlin erstellt und produziert seine Stücke in Deutschland und zwar mit einem Kollektiv von kreativen Müttern.

In der Textilindustrie werden unterschiedliche Pflanzen verwendet, deren Fasern sich gut dafür eignen. Dazu zählen neben Baumwolle und Leinen u.a. Bananen, Hanf, Hopfen, Bambus, Kapok (eine Zellulosefaser, die aus dem Kapokbaum gewonnen wird) oder Piñatex (ein veganer Lederersatz auf Basis von getrockneten Ananasblattfasern).

Made in „weltweit“

Bitte kurz mal nachdenken. Eine lange Reise von ca. 20.000 km legt im Durchschnitt ein T-Shirt zurück, bis es bei uns über den Ladentisch geht, oft für einen sehr niedrigen Preis. Doch die Öko-Bilanz ist weitaus höher. Billig ist eben nicht immer billig.

Alle reden von Bildung 5.0 und dazu zählt auch, sich nicht nur online zu bewegen, sondern sich auch im realen Leben über das, was uns umgibt, schlau zu machen und sich auszutauschen. Bei Fashion ist es ja eine wortwörtliche hautnahe Angelegenheit. Die Welt ist ein Dorf, das wissen wir spätestens schon seit dem kanadischen Philosoph, Professor und Kommunikationstheoretiker Marshall McLuhan (1911-1980).

Viele große Labels haben sich auf die Fahnen geschrieben, in der Zukunft entweder nur noch Bio-Baumwolle, recycelte oder Better Cotton zu verwenden. Die Better Cotton Initiative hat sich seit 2005 zum Ziel gesetzt, die nachhaltige Baumwollproduktion zu fördern. Das ist ein gutes Zeichen.

Gerne kannst du mir in einem Kommentar schreiben, was dich am Thema Nachhaltigkeit interessiert und was du schon diesbezüglich unternommen hast. Ich freue mich darauf, von dir zu hören.

 

 

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