Tipps für Ausmisten innen und außen: reloaded!

Zwei Aufbewahrungsboxen in Schwarz und Weiß, teilweise individuell beschriftet, dazu Masking Tape und Handlettering. © Copyright Bettina Katscher 2020
© Copyright Bettina Katscher 2020

Zapeng, einmal alles auf den Kopf gestellt

Wie waren die letzten Monate für dich? Für die meisten von uns waren sie nicht gerade einfach. Eine komplizierte Zeit liegt hinter uns, denn Corona hat sehr viel verändert. Es war plötzlich nichts mehr so, wie es einmal war! Und natürlich drängten sich auch Ängste und Unsicherheiten ins Bewusstsein. Wie geht es weiter? Was passiert mit meinem Job? Wie komme ich mit möglichem Kurzarbeitergeld über die Runden? Fragen über Fragen ploppten hoch. Und einige besannen sich und haben begonnen, den eigenen (Seelen)-Müll zu entsorgen.

In und um dir aufräumen

Ordnung ist das halbe Leben, sagt man so schön. Das Beste: Aussortieren und Ordnung schaffen sind echtee Gute-Laune-Turbos, da spreche ich aus Erfahrung. Sicherlich hat auch der eine oder andere die innere Resettaste gedrückt und sich intensiver als sonst mit seinem bisherigen Leben auseinandergesetzt. Inneres Aufräumen beginnt meist dann, wenn von außen Impulse der Veränderung kommen. Wir müssen nicht Marie Kondo sein, um mit dem Klarschiffmachen richtig gut durchzustarten.

Durch eine neue Wahrnehmung durch die Corona-Krise ist Nachhaltigkeit auf einmal mit großer Wucht in die öffentliche und private Wahrnehmung gerückt.

Vielleicht haben einige von euch ja die Zeit genutzt, die eigene Resilienz, also die eigene Widerstandskraft zu stärken. Besonders in schweren Zeiten ist das besonders wichtig. Manche haben daher angefangen, Altes (endlich) loszuwerden.

Gekommen, um zu bleiben?

Das ändert sich eben auch mal. Äußeres Ausmisten ist eine prima Gelegenheit, sich von altem Ballast zu befreien und sich die grundlegende Frage zu stellen: Brauche ich das noch in meinem Leben? Ich bin ja der Meinung, dass man erst offen für Neues ist, wenn man den Weg hinter sich und um sich herum aufgeräumt hat. Also, ran an die Schränke, Kommoden & Co., denn das baut Stress ab und fördert die Widerstandskraft!

Die 3 ultimativen Tipps fürs Aussortieren

Ich weiß, es ist nicht einfach, anzufangen. Aber wie Hermann Hesse sagte: „In jedem Anfang liegt ein Zauber inne.“ Also, ran an die Kleiderschränke! Es tut gut und macht glücklich. Ansprechende Aufbewahrungsutensilien gekauft oder als DIY sind ein Muss! Manchmal bekommt man beim Einkaufen sehr schöne Boxen geschenkt. Diese kannst du wie hier in dem Beitragsfoto (weiße Box) individuell beschriften. Hier habe ich japanisches Klebeband genommen, das kann leicht entfernt und wieder verwendet werden.

Die folgenden Tipps habe ich selbst ausprobiert und will sie unbedingt weitergeben:

  1. Die drei Kisten: Organisiere/Bastle dir je eine hochwertige Kiste und beschrifte sie ordentlich. Eine mit „Behalten“, die nächste mit „Brauchbar“ und eine mit „Aussortieren“.

 

  1. Die fünf S = Separieren, Sortieren, Säubern, Standard schaffen und ganz wichtig: Selbstdisziplin.

Letzteres ist vermutlich der größte Knackpunkt, denn man muss sich erstmal trauen, sich von Gegenständen zu verabschieden, die seit Jahren kaputt im Schrank liegen und an denen man vielleicht sogar sehr hängt.

  • Trenne dich (auch wenn es schwer fällt) von Allem, was du nicht mehr brauchst. Hier gibt es eine super Regel: Alles, was seit 1 Jahr und länger unbenutzt blieb, kann aussortiert werden. Frage dich ganz ehrlich: Brauche ich das wirklich oder will ich es nur aus Nostalgiegründen behalten, obwohl ich den Gegenstand gar nicht mehr mag?
  • Das, was bleibt: Am besten in schöne Kisten, Körbe und Schachteln sortieren. Sehr nützlich sind auch Gürtelhalter, Hutschachteln etc. Hierzu habe ich noch einen kleinen Trick parat: Kisten (z.B. vom Versand oder schöne Schuhkartons, in denen nur neue Schuhe waren) können mit schickem Papier oder Tapetenresten veredelt werden. Schöne Schilder für Beschriftungen kommen auch noch mit ins Boot, also in den Kleiderschrank. Somit hast du etwas Selbstgemachtes, ein Upgrade für einen schnöden Karton, den du sonst weggeworfen hättest.
  • Saubermachen: Heißt Schrank, Regal usw. putzen. Am besten mit einem frischen Lappen oder Tuch.
  • Überprüfe, in welchem Zustand sich die Sachen befinden: Was kann noch geputzt, repariert oder gepimpt werden bzw. was ist definitiv nicht mehr zu gebrauchen?
  • Wiederhole diese Schritte regelmäßig. Ich habe mir das ein Mal im Jahr angewöhnt.

 

  1. Sortiere alles nach Themen, also Schals zu Schals, Gürtel zu Gürteln, Taschen zu Taschen usw. Das macht auch bei Schmuck Sinn, also Ohrringe zu Ohrringen usw.

 

Last but not least: Alles, was nicht mehr bei dir bleiben soll, aber noch gut ist, kannst du verschenken oder spenden. Das können Tauschparties sein oder eben einfach ein Kleidertausch mit einer Freundin. Sie und du sortieren aus und ihr gebt euch gegenseitig die jeweiligen Produkte. So kann jeder davon profitieren, dass der andere entrümpelt hat. Somit kannst du etwas für die Nachhaltigkeit der Gegenstände tun, indem sie ein zweites verdientes Leben erhalten.

Weitere Aufräumutensilien findest du z.B. bei Geliebtes Zuhause oder bei Bigso Box.

Wenn dich das Thema Resilienz interessiert, findest du nähere Infos u.a. bei Prof. Jutta Heller, die sich professionell mit dem Thema befasst und auch für Führungskräfte arbeitet. Falls du noch mehr Informationen zu “inneren Ballast abwerfen” möchtest, kannst du u.a. auch hier beim Magazin „Emotion“ weiterlesen.

Verrate mir gerne in einem Kommentar, welche Tricks du auf Lager hast, um Ordnung zu schaffen.

 

Schmuckkästchen aus Holz mit Intarsien mit floralem Muster und Perlmutt, dazu drei unterschiedliche Creolen. © Copyright Bettina Katscher 2020
© Copyright Bettina Katscher 2020

 

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