Top Selfcare: Perfektionismus überwinden! 12 wichtige Fragen

Verrostetes Straßenschild auf Mauritius als Symbol gegen Perfektionismus, im Hintergrund ein Imbiss und Palmen. © Copyright Bettina Katscher 2022
© Copyright Bettina Katscher 2022

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Perfektionismus überwinden lohnt sich

Perfektionismus überwinden ist ein großes Thema, über das sich vermutlich fast jede*r schon mal Gedanken gemacht hat.

Auf die Frage: „Und, wie geht`s Dir?“ antworten die meisten von uns doch oftmals eher oberflächlich und schnell: „Ja, gut.“ Nicht selten stimmt das jedoch gar nicht. Die spannende Frage ist doch, warum wir uns nicht trauen, ehrlich zu antworten. Funktionieren, funktionieren, funktionieren ist das scheinbare Lebensmotto. Doch irgendwann kann es passieren, dass die Batterien leer sind und Körper und  Seele darauf reagieren.

Mir kommt es so vor, dass die psychischen Beeinträchtigungen zunehmen bzw. sichtbarer werden. Früher hieß es: „XY hat was mit den Nerven“. Burnout oder Depression kamen im Sprachschatz praktisch nicht vor. Sie sind jedoch keine sogenannten „Modewörter“.

Es ist eine zunehmende Offenheit seelischer Erkrankungen zu beobachten. Das ist positiv, denn wir sind Wesen, die eben aus Körper, Geist und Seele bestehen. Und alle drei wollen gefüttert und geschützt werden. Daher kommt ja auch der Begriff „Seelenfutter“.

Wo wir gerade bei Wortassoziation sind. Nahrung für die Seele drückt sich vielfach in unserer Sprache aus: Nervennahrung, Seelenfutter (wie oben bereits erwähnt) oder für die Übeltäter gibt es die negativ besetztenWörter „Zeitfresser“ oder „Frustessen“.

Ich-Zeit und Selfcare-Tipps boomen ja momentan. Und möglicherweise ist dir auch schon aufgefallen, dass Menschen immer mehr davon brauchen und nicht wissen, wie sie die innere Balance wieder herstellen können? Eventuell hast du in deinem Umfeld auch Menschen, die von Burnout (der ja als Belastungsdepression bezeichnet wird) oder Depression betroffen sind. Wenn du dir darüber auch schon Gedanken gemacht hast, ist dieser Blogartikel das Richtige und die hier aufgeslisteten Fragen weiter unten können helfen, innerlich wieder auf Spur zu kommen.

Ist dir auch schon aufgefallen, dass es anscheinend immer mehr Menschen schwer fällt, auf andere zuzugehen und sich zu öffnen? Trauen wir uns nicht mehr?

Bei Perfektionismus handelt es sich um ein psychologisches Konstrukt, das durch übertriebenes Streben versucht, Fehler zu vermeiden. Perfektionisten haben sehr hohe Ansprüche an sich selbst. Dabei gehören Fehler zum Leben wie die Luft zum Atmen. Meist steht die Angst dahinter, anderen Ansprüchen nicht gerecht und somit nicht geliebt bzw. im weiteren Sinne nicht anerkannt zu werden.

Doch welche Ansprüche habe ich denn eigentlich wirklich selbst? Und welche tun mir überhaupt gut und welche schaden mir?

Sicherlich gibt es Situationen und auch Momente, bei denen Perfektionismus sinnvoll ist. Wer gerade eine Herz-OP durchführt sollte sicher mehr als genau arbeiten. Wer jedoch immer weniger loslassen kann, der kann in eine zwanghafte Psychofalle treten.

Was kann helfen?

Sich zu öffnen und zwar sich selbst und anderen gegenüber kann uns in eine neue Welt führen. Wer sich selbst öffnet, bringt oft auch andere dazu, das gleiche zu tun. Das ist dann ein positiver Boomerang-Effekt. Natürlich gibt es sehr persönliche Themen, über die jemand in einer bestimmten Situation nicht sprechen kann oder will. Und das ist auch wichtig zu erkennen, z.B. bei Traumata. Das hat also auch etwas mit Selbstschutz zu tun, über bestimmte Themen nicht sprechen zu wollen.

Auf jeden Fall ist Perfektionismus in der Regel anstrengend und hat mehr oder weniger starke einschränkende Elemente.

Für die eigene Wahrnehmung und Gesundheit macht es Sinn, sich mit sich selbst ehrlich auseinander zu setzen und Ruhephasen in den Alltag einzubauen. Das kann Spazierengehen sein, mit einem lieben Menschen etwas Schönes oder Sinnvolles zu erleben, die Natur zu genießen, Sport zu treiben oder zu Meditieren. Über Meditation habe ich schon mal einen Blogartikel geschrieben, den Link habe ich ganz oben angegeben. Die positiven Effekte habe ich bei Meditation bemerkt: Mit Atemübungen und Bewegungen sowie der Etablierung von persönlichen Mantras („Mantra“: Setzt sich zusammen aus „man“=“Geist“ und „tra“=“Schutz“) können positive Gedanken und innere Ausgeglichenheit fördern.

Perfektionismus überwinden kann gelingen und ist sicherlich ein immer wiederkehrender Prozess.

Frage dich doch mal selbst

Hier kommen wie bereits angekündigt die Fragen, über die es sich nachzudenken lohnt, insbesondere auch, wenn du Perfektionismus überwinden will:

1. Wie geht es mir wirklich?

2. Welche Menschen habe ich gerne um mich?

3. In welcher Art und Weise bin ich der Mensch, der ich immer sein wollte?

4. Was soll so bleiben?

5. Was soll sich ändern?

6. Wie wichtig ist es mir, was andere von mir denken?

7. Was sage ich häufiger: Ja oder Nein?

8. Was möchte ich nie wieder tun?

9. Wann war ich am glücklichsten?

10. Wo sind die wahren Zeitfresser?

11. Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie gut bin ich zu mir selbst?

12. Wenn ich heute noch etwas ändern kann: Was wäre es?

Finde deine Fragen und Mantras

Nicht alles ist für alle/s gut! Finde deine Wege, Ideen, hilfreiche Einflüsse und Mantras, die dir gut tun. Keiner ist gleich und das sind wir auch nicht jeden Tag. Generell kann es hilfreich sein, den Sachinhalt von Informationen oder Botschaften über den Beziehungsinhalt zu stellen.

Das ist das Faszinierende: Diese beiden scheinbaren Gegensätze zu erleben und nämlich Nähe und Distanz zuzulassen. Das kann denke ich mit Entspannung und Rückbesinnung auf sich selbst gelingen. Und in einer Welt, in der immer mehr von uns verlangt wird und wir immer mehr Einflüssen ausgesetzt sind, kann das richtig gut tun. Wichtig ist auch hier: Es gibt nicht das einzig Richtige und jede*r von uns sollte seine eigenen Strategien entwickeln, um weniger vom Außen gelenkt und mit dem Streben nach Perfektion (um anderen zu gefallen?) zu leben. Das kann auch präventiv helfen.

Und was auch wichtig ist: Niemand sollte sich scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen!

Ich hoffe, dass ich dir ein paar nützliche Ideen geben konnte, wenn du Perfektionismus überwinden willst. Oder vielleicht möchtest du auch für innere Gelassenheit gepaart mit einem stärkeren Bezug zu dir selbst sorgen. Vielleicht kannst du sogar die oben erwähnten Fragen regelmäßig in deinen Alltag einbeziehen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Tobias

    Sehr guter Artikel. Hat Spaß gemacht Ihn zu lesen und hilft weiter!

    1. Bettina K.

      Lieber Tobias,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Das freut mich natürlich. Liebe Grüße, Bettina

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