Ameisen auf dem Baum sind einfach lecker: Fusion-Update 2021

Serviervorschlag für "Ameisen auf dem Baum", ein chinesisches Rezept, das auch vegetarisch zubereitet werden kann. © Copyright Bettina Katscher 2021
© Copyright Bettina Katscher 2021

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Der Name ist hier nicht Programm

Wahrscheinlich hat dich der Name des Rezepts etwas verwirrt. Aber keine Angst, “Ameisen auf dem Baum” ist ein Phantasiename, der sich nicht auf den Inhalt bezieht, sondern das Aussehen des Gerichts berschreibt. Es handelt sich also keinesfalls um Ameisen, die verwendet werden. Das Rezept ist europäisiert, d.h. es ist den europäischen Gegebenheiten und Gewohnheiten angepasst.

Ich nehme für das Rezept Rinderhack, ursprünglich wird es mit Schweinefleisch zubereitet. Wer es vegetarisch zubereiten mag, der kann einfach Tofu nehmen. Schon hast du ganz schnell ein vegetarisches Rezept. Es ist sogar vegan, wenn das bei den anderen Zutatent auch so ist.

Das Rezept “Ameisen auf dem Baum” koche ich schon sehr lange so gerne und will es deshalb unbedingt in den Blog aufnehmen. Außerdem schmeckt es am nächsten Tag noch besser. Wer sich eine größere Menge kocht, hat ein leichtes und leckeres Vorratsessen.

Für 2-4 Personen oder mit einem Hauptgericht

Sesamöl

1 Bund Frühlingszwiebeln

200 g Glasnudeln

Ca. 150 g Rinderhack (am besten Bio) oder Tofu (am besten das geräucherte)

Ca. 2 EL Sesam- oder Erdnussöl

3 Knoblauchzehen

Dunkle Sojasauce (am besten Bio)

Trockenen Sake (japanischer Reiswein oder Sherry)

200 ml Gemüsebrühe

Chili/Sambal Oelek

Sesamsamen (stammt nicht aus dem Original-Rezept), schmecken aber super dazu

Und so geht`s:

  1. Die Frühlingszwiebeln putzen. Sollte es nicht mehr so schöne Stellen geben, diese abschneiden und den Strunk entfernen. Dann in Ringe schneiden und das Weiße und Grüne davon getrennt aufheben.
  2. Den Knoblauch schälen und kleinschneiden.
  3. Das Öl in der Pfanne erhitzen, den weißen Teil der Frühlingszwiebeln zusammen mit dem Fleisch und dem Knoblauch langsam und nicht zu scharf anbraten. Wer statt Fleisch das geräucherte Tofu verwendet, kann dieses später zum Gericht dazugeben.
  4. Kurz vor dem Ende des Anbratens die Glasnudeln in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser ca. 1 Minute aufweichen. Wenn die Glasnudeln mit einer Schnur zusammengehalten werden, dann diese zuvor entfernen. Wenn sie weich sind, mit einer Küchenschere kleinschneiden und in einem engen Sieb abgießen.
  5. Jetzt kommen die Glasnundeln zu den angebratenen Frühlingszwiebeln hinzu. Ca. 200 ml Brühe dazugießen. Es sollte ein bisschen Flüssigkeit in der Pfanne vorhanden sein. Für die vegetarische Variante: Jetzt kann das Tofu hinzugegeben werden.
  6. Etwas Sake oder Sherry (beides sollte trocken sein) zu den “Ameisen auf dem Baum” geben. Chili und/oder Sambal Oelek sowie etwas Pfeffer dazutun.
  7. Die Sojasauce je nach Geschmack dazugießen und ca. 20 Minuten köcheln lassen.
  8. Das Gericht abschmecken und wenn nötig, nochmal nachwürzen.
  9. Auf Teller füllen und mit dem grünen Teil der Frühlingszwiebeln. Wer mag, kann das Essen noch mit dem Sesam bestreuen.

Das Praktische: “Ameisen auf dem Baum” ist ja sozusagen ein One-Pot-Gericht und schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser.

Hier habe ich für Selbermach-Fans noch ein Rezept für selbstgemachten Sambal Oelek:

Sambal Oelek:

Ist eine scharfe Sauce oder Paste, die für alle Rezepte verwendet werden können. Ursprünglich stammt sie aus Indonesien und sind dickflüssige Würzpasten aus Chilis. Sie sind einfach selber herzustellen und ein tolles Geschenk.

200 g kleine, rote Chilis

100 ml Wasser

1 TL Salz

1 TL Zucker

1 EL Öl

1 EL Essig

Kochhandschuhe

Und so geht`s:

1. Die Stiele der Chilis entfernen und die Schoten zerkleinern. Wer das Sambal Oelek nicht ganz so scharf möchte, der sollte die Kerne entfernen. Unbedingt Handschuhe tragen, denn die Schärfe befindet sich hauptsächlich in den Kernen. Auf keinen Fall sollte man sich damit in die Augen fassen.
2. Mit dem Wasser in einen Topf füllen und aufkochen. Bei niedriger Hitze 15 Minuten köcheln lassen.
3. Nun die Chilis zusammen mit dem Salz, Zucker, Essig und Öl in einen Mixer füllen und zu einer Paste pürieren.
4. Das Sambal Oelek in sterile Schraubgläser füllen und beschriften.

Tipp:

Alle Kochutensilien gut waschen, das gilt besonders für Schneidbrett, Messer und Mixer. Sonst bleibt die Schärfe zu sehr daran haften.

Nicht zu viel Öl verwenden und am besten eine Sojasauce ohne Zucker und künstliche Zutaten nehmen. Das Gericht lebt ja sozusagen von der Sojasauce, diese sollte daher wirklich gut schmecken und auch nicht alles andere überdecken. Ich habe viele ausprobiert. Die Bio-Variante kann eine gute Wahl sein. Statt einer gusseisernen Pfanne kann natürlich auch ein Wok verwendet werden.

Das Fleisch kann auch mariniert werden: Dazu einfach den Knoblauch, die Sojasauce, 1 TL Reiswein oder Sherry und 1/2 TL Kartoffelstärke in 1 EL Wasser aufgelöst hinzugeben und mindestens 15 Minuten ziehen lassen.

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